Der Name Hans Müller ist vielen Bierkennern mittlerweile ein Begriff. Wer diesen Namen noch nicht kennt, sollte beim Bierhändler seines Vertrauens einmal nach dem Bayerisch Nizza fragen. Oder nach dem Backbone Splitter Westcoast IPA. Ein Bier, das wir euch hier näher vorstellen wollen.

Zuerst einmal die harten Fakten: Das Backbone Splitter ist ein India Pale Ale mit 60 Bittereinheiten und einem Alkoholgehalt von 6,6 Prozent. Die Brauer nutzen die Hopfensorten Horizon, Amarillo, Centennial und Simcoe sowie Pilsener-, Münchner-, Wiener- und Caraambermalz.

Im Vergleich zu den gängigen Fernsehbieren wie Krombacher, Radeberger, Becks oder anderen haben wir es also mit etwa der doppelten Dosis an Hopfenbittere zu tun. Und wie bei anderen IPA liegt auch hier der Alkoholgehalt über den Werten der angesprochenen Biere. Was wir hier aber gar nicht vergleichen wollen, ist das Aussehen, das Aroma und der Geschmack. Denn das Backbone Splitter spielt hier in einer anderen Liga – keine Ahnung, ob es überhaupt die gleiche Sportart ist.

Die Hopfensorten

Bereits beim Öffnen der 0,33-Liter-Flasche entweicht der fruchtige Duft. Die verwendeten Hopfensorten, besonders der Aromahopfen Simcoe, leisten hier ganze Arbeit. Zitronen, Orangen und Mango sind zu erkennen, in Verbindung mit einer leichten Kräuternote.

Aber auch das Malz spielt mit und gibt eine Prise Karamell dazu. Einmal ins Glas gegossen, zeigt sich das Backbone Splitter IPA naturtrüb und bernsteinfarben. Die Schaumkrone ist recht feinporig – hält aber nicht sehr lange.

Der Geschmack:

Das Backbone ist ein sehr weiches und süffiges Bier. Möglicherweise fehlt etwas die Spritzigkeit. Der erste Schluck wird bestimmt von leichten zitrusartigen Hopfenaromen. Später gesellen sich weiter Fruchtkörper hinzu und die Bitter schlägt unweigerlich und kompromisslos zu. Großartig. Begleitet wird das ganze von einer hintergründigen Süße des Malzes. Auch im Abgang bleibt das Bier betont herb und die Fruchtaromen und die Hopfenbittere halten lange an. Trotzdem bleibt das Backbone Splitter auch im Verlauf ein weiches, süffiges IPA.